Ambulante Kinder- und Jugendhospizbegleitung

 

„STÄRKER  ZUSAMMEN“

 

Der Hospizkreis Ganderkesee-Hude unterstützt und begleitet unter diesem Motto

in Kooperation mit der Stiftung Hospizdienst Oldenburg schwerstkranke Kinder

und Jugendliche sowie deren Familien.                                                                                                                                                                         Schildkröte

Geschulte Ehrenamtliche

  •      nehmen sich Zeit für Wünsche und Bedürfnisse      
  •      hören zu und werden zu Gesprächspartnern für die ganze Familie
         entlasten im Familienalltag und schaffen Freiräume
  •      haben Zeit für die Geschwisterkinder

 

   Dieses Angebot ist natürlich auch kostenfrei.  Spezielle

   Ansprechpartnerinnen im Hospizkreis sind die Koordinatorinnen

 

      Sina Mahlstedt                       Susanne Lebedinzew 

         Sina Mahlstedt                        und               Susanne Lebedinzew

 

NWZonline.de Region Kreis Oldenburg Bildung

Hilfe in den schwersten Zeiten – Hospizbegleitung von Kindern

29.01.2019

Hospizkreis Ganderkesee-Hude

Hilfe in den schwersten Zeiten – Hospizbegleitung von Kindern

Claus Hock

Der Hospizkreis Ganderkesee-Hude erweitert sein Angebot. Künftig können auch Kinder und Familien begleitet werden.

Ganderkesee Es ist ein ganz besonderes Angebot, das bereits seit fast zwei Jahren in Planung ist und nun offiziell beginnt: die Kinderhospizbegleitung des Hospizkreises Ganderkesee-Hude. „Obwohl ich lieber von Familienbegleitung denn von Kinderhospizbegleitung spreche. Das klingt sanfter“, sagt Sina Bachmann. Die 37-Jährige ist für die Koordination des Angebots zuständig.

Die Kinderhospiz- oder eben Familienbegleitung soll schwersterkrankten Kindern, Geschwistern und Eltern die schwere Zeit etwas erleichtern. „Dafür braucht es viel Vertrauen“, weiß Sina Bachmann. Die Begleitung werde auch angeboten, wenn es Chancen auf Besserung gibt, wenn also beispielsweise mit einer Chemotherapie begonnen wurde. „Wenn das Kind dann wieder gesund wird, beenden wir die Begleitung einfach.“

Individuelle Lösungen

Fünf ehrenamtliche Hospizbegleiter haben die entsprechende Weiterbildung, die rund 100 Stunden umfasst, schon absolviert, zwei weitere sind gerade dabei. „Was genau wir für die Familien tun können, wird immer vor Ort entschieden“, so Bachmann. Sei es, dass sich die stets zu zweit arbeitenden Begleiter um das erkrankte Kind kümmern oder auch einfach Zeit mit dem Geschwisterkind verbringen.

Erstes Kind begleitet

Im vergangenen Jahr wurden ein Kind und die Familie begleitet; weitere konkrete Fälle gebe es im Moment nicht, nur ein Erstgespräch habe man geführt. Es handele sich explizit nicht um eine Trauerbegleitung für Kinder, so Bachmann. „Die bieten wir nur an, wenn es sonst keine andere Möglichkeit gibt.“

Viele Besonderheiten

Eine Begleitung von schwersterkranken Kindern bringe viele Besonderheiten mit sich. „Es ist einfach nicht der natürliche Lauf der Dinge, wenn Kinder lebensbedrohlich erkrankt sind“, erklärt Bachmann. Zudem falle es Eltern häufig schwer, externe Hilfe anzunehmen. Aber auch die Dauer der Begleitung ist eine andere als bei Erwachsenen, denn es gehe häufig nicht um Kinder, die plötzlich lebensbedrohlich erkrankt seien. „Oft handelt es sich um Kinder, die eine schwere, lebensverkürzende Behinderung haben“, weiß die Hospizkreiskoordinatorin. Da könne sich die Begleitung über Jahre strecken, was auch eine besondere Verpflichtung für die Hospizbegleiterinnen und Hospizbegleiter mit sich bringe. „Die Ehrenamtlichen müssen sehr flexibel sein. Das Leben von Eltern mit schwersterkrankten Kindern ist nicht planbar.“

Auch aus diesem Grund hat sich der Hospizkreis Ganderkesee-Hude im Hintergrund weitere Unterstützung gesucht. „Die Kinderhospizbegleitung bieten wir in Kooperation mit der Stiftung Hospizdienst Oldenburg an“, erklärt Sina Bachmann.

Die erfahrenen Kolleginnen und Kollegen in Oldenburg würden beratend zur Seite stehen und auch die Ausbildung der Ehrenamtlichen in Ganderkesee und Hude mit übernehmen. Alle Familienbegleiter haben zunächst die reguläre Ausbildung zum Hospizbegleiter absolviert und sich dann für die Fortbildung mit Schwerpunkt der Begleitung von Kindern und Familien entschieden. „Wir haben zwar recht viele Ehrenamtliche, aber nicht jeder kann sich vorstellen, mit Kindern und Familien zu arbeiten.“ Die Belastung sei eine ganz andere.

Angebot bekannt machen

Aktuell ist der Hospizkreis dabei, das Angebot Schritt für Schritt in der Region bekannt zu machen. So habe man die Begleitung schon bei Erzieherinnen aus dem Landkreis vorgestellt, auch Gespräche mit Ärzten habe man schon geführt. „Das Angebot ist startklar“, so Sina Bachmann, aber man wolle es Schritt für Schritt bekannt machen.

Schritt für Schritt geht es auch in konkreten Fällen zu. Sina Bachmann oder Susanne Lebedinzew, die die Vertretung bei Urlaub oder Krankheit übernimmt, führen das Erstgespräch mit der Familie. „Da finden wir dann heraus, was wir konkret anbieten können.“ Dann würde das passende Begleiter-Tandem ausgesucht und „dann gibt es eine Art Probezeit für alle Beteiligten“. Die Begleitung, darauf legt Sina Bachmann wert, ist kostenlos und könne jederzeit beendet werden, wenn sich die Situation ändert.

Informationen zur Kinder- und Familienbegleitung und weiteren Angeboten gibt es beim Hospizkreis, Telefon 0160/99643944 oder 04222/806190.

(Der Artikel wurde aus redaktionellen Gründen für die Homepage-Ablichtung leicht gekürzt)
  

 

 

                                                                                                                                                                                     

 

Veranstaltungen

Kontakt

Hospizkreis Ganderkesee-Hude e.V.
Rathausstr. 19
27777 Ganderkesee

Telefon 04222 / 80 61 90

Telefax  04222 / 80 61 91