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Doppelt soviele Quadratmeter für Trauerberatung

20.06.2017
Ein Bericht im Delmenhorster Kurier vom 16.06.2017:
 
Hospizkreis Ganderkesee-Hude

Doppelt so viele Quadratmeter für Trauerberatung

Jochen Brünner 16.06.2017
 
Vor zwei Jahren feierte der Hospizkreis Ganderekesee (jetzt: Ganderkesee-Hude) sein zehnjähriges Bestehen. Schon damals zeichnete sich der stark wachsende Bedarf ab. Im vergangenen Jahr haben ausgebildete Ehrenamtliche mehr als 50 Trauerbegleitungen absolviert. Nun bezieht der Verein deutlich größere Räume an der Rathausstraße. (Jochen Brünner)

Ganderkesee. Der örtliche Hospizkreis, der sich nach einem Bescheid des Amtsgerichts aus der vergangenen Woche nun auch offiziell Hospizkreis Ganderkesee-Hude nennen darf, wird sich vergrößern und voraussichtlich ab 1. Oktober neue Räume im ersten Obergeschoss des Von-Seggern-Hauses an der Rathausstraße 19 beziehen. Den entsprechenden Mietvertrag habe sie am Donnerstag unterschrieben, erklärte Vorsitzende Chris Peikert-Baramsky: „Der Schritt fühlt sich nochmal größer an als der Umzug vor acht Jahren von einem Raum in der Regio-VHS an die Lindenstraße“, kommentierte sie.

Statt bisher rund 60 Quadratmeter im Schütte-Haus an der Lindenstraße stehen dem Verein dann künftig 130 Quadratmeter Fläche zur Verfügung. „Der Umzug wird dazu führen, dass wir unsere Ganderkeseer Veranstaltungen wie die offene Trauergruppe oder die Trauercafés künftig in unseren eigenen Räumen anbieten werden“, kündigte Koordinatorin Linda Bahr an. Die Huder Veranstaltungen würden aber natürlich in Hude bleiben, auch die geschlossene Trauergruppe in Elmeloh behalte ihre Heimstatt im dortigen Dorfgemeinschaftshaus. „Wir haben versucht, einen Mittelweg zu finden mit Räumen, die für alle gut erreichbar sind und deren Miete wir noch vertreten können“, sagte Bahr. Das Industriegebiet sei ebenso wenig als Standort des Hospizkreises in Frage gekommen wie etwa das frei werdende LzO-Gebäude an der Rathausstraße.

Problem des neuen Domizils ist allerdings, dass es dort keinen Fahrstuhl gibt. Deshalb sei der Verein mit dem Vermieter übereingekommen, dort einen Aufzug einzubauen. Die Kosten in Höhe von rund 30 000 Euro wollen sich Hauseigentümer und Hospizkreis teilen. „Den Umzug und die Mietkosten können wir zwar aus Rücklagen sowie aus zwei größeren Erbschaften, die wir im vergangenen Jahr gemacht haben, finanzieren. Trotzdem starten wir nun eine konkrete Spendenaktion für den Aufzug“, sagte Bahr. Ziel sei, die entsprechenden 15 000 Euro möglichst schnell zusammen zu bekommen. Dafür will der Verein unter anderem auch die Netzwerke anderer Organisationen, etwa der Seniorenbeiräte beider Gemeinden, des Behindertenbeirates Hude oder der Arbeitsgemeinschaft der Selbsthilfe- und Initiativgruppen (ASG) nutzen.

Die Räume an der Lindenstraße seien zu klein geworden und würden den gewachsenen Aufgaben nicht mehr gerecht werden, berichtete Bahr. So hätten Mitarbeiterinnen teilweise ihre Büros räumen müssen, damit Trauergespräche noch in einer einigermaßen geschützten Atmosphäre hätten stattfinden können. Auch Trauerberatung in einem Durchgangsbüro sei „kein haltbarer Zustand“ mehr gewesen.